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Private Pflegezusatzversicherung: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

3. Dezember 2014Kaum jemand denkt darüber nach, einmal ein Pflegefall werden zu können. Gerade in jungen Jahren machen sich viele Menschen die möglichen Konsequenzen nicht bewusst. Dass ein nicht abgesicherter Pflegefall eine enorme finanzielle und seelische Belastung für die eigenen Kinder werden kann, ist eine Wahrheit, vor der sich niemand verschließen darf!

Elternunterhalt – ein nahezu unbekannter Begriff mit weitreichenden Folgen. Grundsätzlich ist es nämlich so, dass Kinder und sogar deren Ehepartner bei Pflegebedürftigkeit der Eltern unterhaltspflichtig sind. Geht man nun davon aus, dass eine Pflegebedürftigkeit im Normalfall neun Jahre besteht, sind die immensen finanziellen Kosten absehbar.

3 Modelle – 3 x Absicherung

Eine Private Pflegetagegeldversicherung fängt einen Großteil der finanziellen Belastungen, die durch Pflegebedürftigkeit entstehen, auf. Verbraucher müssen sich zwischen drei Modellen entscheiden. Eine schwierige Aufgabe für Nicht-Fachleute, zumal die individuellen Gegebenheiten hier zwingend Berücksichtigung finden müssen. 

Pflegetagegeld

Private Krankenversicherungen bieten eine Private Pflegezusatzversicherung in Form von Pflegetagegeld an. Der Versicherte erhält bei diesem Modell für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit einen festgelegten Betrag. Es spielt keine Rolle, für welche Pflegeform – Privat oder Dienstleistung – sich die Angehörigen entscheiden. Das Pflegetagegeld ist nicht zweckgebunden.

Der Vertrag kann den Zusatz enthalten, dass der Versicherte von den Beiträgen befreit ist, sobald der Pflegefall eintritt. Das sollte jedoch gut überlegt sein, da eine langfristige Unterbrechung des Vertrages nicht möglich ist.

Wichtig: Das Pflegetagegeld weist keine Beitragsstabilität auf, kann also im Bedarfsfall vom Versicherungsunternehmen jederzeit angehoben werden. 

Pflegekostenversicherung

Bei diesem Modell wird monatlich ein festgelegter Betrag für Pflegeleistungen erstattet. Häufig ist hier ein Nachweis über die tatsächlich entstandenen Pflegekosten nötig. Für pflegende Angehörige sind die Auflagen schwer umzusetzen. Ein weiterer Nachteil der Pflegekostenversicherung ist der festgelegte, jährliche Höchstbetrag. Eine Leistungserhöhung der gesetzlichen Pflegeversicherung bringt häufig auch eine Leistungserhöhung der Pflegekostenversicherung mit sich. 

Pflegerente

Bei der Pflegerente liegt der Fokus eindeutig auf der Pflegestufe. Die Art der Pflege kann frei gewählt werden. Die vertraglich vereinbarte Rente wird monatlich, ab der Inanspruchnahme, ausbezahlt. Eine Erhöhung ist jederzeit durch angehobene Beitragszahlungen möglich. Ansonsten bleiben die Beiträge, im Gegensatz zum Pflegetagegeld und der Pflegekostenversicherung, konstant.

Tritt eine Pflegebedürftigkeit ein, ist der Versicherte grundsätzlich von weiteren Beitragszahlungen befreit. Zudem besteht die Möglichkeit, sich die Leistungen der Pflegerente per Einmalzahlung komplett auszahlen zu lassen. Die Freiheit und Flexibilität der Pflegerente resultieren daraus, dass sie die teuerste Version der privaten Pflegevorsorge ist.

Da die individuellen Lebensumstände eine große Rolle bei der Wahl der richtigen Pflegezusatzversicherung spielen, sollte ein unabhängiger Honorarberater aufgesucht werden. Er kann auf die persönlichen Umstände abgestimmte Empfehlungen geben und hilft zudem bei der Auswahl des besten Anbieters. Um Angehörige und auch sich selbst keinen untragbaren finanziellen und seelischen Belastungen auszusetzen, ist dieses Thema als äußerst wichtig anzusehen. 

 

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