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Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

« Prognosen, wirklich sinnvoll?

Prof Fama, der Nobelpreisträger

19. Januar 2015Prof. Fama ist ein Ökonom aus den Vereinigten Staaten, der 2013 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Die Ehrung war in erster Linie eine Anerkennung für sein Lebenswerk - die oft debattierte Finanzmarkt-Hypothese.

Ein überaus sympathischer Professor

Wenn Prof. Fama zu einem Interview erscheint, ist er meist leger gekleidet und spricht seine Mitmenschen mit freundlichem Respekt an. Er will nicht in eine bestimmte Schublade eingeordnet werden, er ist für die Allgemeinheit auch dann offen, wenn sie ihn kritisiert. Fama hat einen Lehrstuhl an der Universität von Chicago inne, er verdankt der Institution viel und stiftete ihr daher den mit dem Nobelpreis verbundenen Geldbetrag. Einen Hinweis auf seinen eigentümlichen Charakter gibt die Tatsache, dass er seinen ärgsten ideologischen Gegner zum favorisierten Golfpartner auserwählt hat.

Die Effizienzmarkt-Theorie

Prof. Fama hat mit seiner Effizienzmarkt-Hypothese ein ebenso populäres wie umstrittenes Werk geschaffen, welches zum Gegenstand zahlreicher emotional geführter Diskussionen wurde und ihm letztendlich den Nobelpreis einbrachte. Der Professor bezeichnet darin effiziente Märkte als unbezwingbar und sieht an ihnen keine informativen Vorteile für einzelne Akteure mehr. Seiner Theorie folgend sind in den Kursen bereits alle relevanten Informationen enthalten. Wenn Notierungen ihren Wert verändern, liegt dies hauptsächlich an der Reaktion der Marktteilnehmer auf aktuelle Meldungen. Wer zu der Ansicht von Prof. Fama tendiert, kommt zwangsläufig zu dem Schluss, dass sich effiziente Kapitalmärkte nicht schlagen lassen.

Anlagestrategien überflüssig?

Prof. Fama hält ausgeklügelte Anlagestrategien für nicht notwendig, seiner Meinung nach hat ein unbedarfter Anleger ebenso gute Chancen wie ein erfahrener Investor - solange beide in den Gesamtmarkt investieren. Der Professor überrascht die Analysten mit seiner Aussage, dass ihre Vorgehensweise angesichts unberechenbarer Börsen ein sinnbefreites Unterfangen ist. Weder die fundamentale Analyse noch Prognosen eignen sich zum langfristigen Erfolg, diesen können laut Prof. Fama nur breite Diversifikation und ein möglichst langer Anlagehorizont sicherstellen. Der Professor ist von seiner These absolut überzeugt, nicht zuletzt deshalb, weil bislang keiner seiner Kritiker das Gegenteil bewiesen hat.

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