Blog

Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

« ETF-Sparplan statt Lebensversicherung

ETF und Steuern

27. Februar 2015Bei einem ETF fallen wie bei anderen Finanzanlagen auch, Steuern auf erzielte Gewinne an. Entscheidend sind für die steuerliche Behandlung das Domizil des Emittenten, die Fondsstruktur und die Verwendung der Erträge.

Steuerbelastung auf verschiedenen Ebenen

Bei einem ETF kann es zur Steuererhebung bei Verkaufserlösen und bei laufenden Einnahmen wie beispielsweise Dividenden kommen. Seit Anfang 2009 unterliegen alle Einnahmen aus Kapitalanlagen der Abgeltungssteuer, dazu kommt Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Die Steuern auf laufende Erträge sind bei einem Fonds davon abhängig, wie diese weiterverwendet werden. Die Gefahr einer Doppelbesteuerung ergibt sich bei einem Exchange Traded Funds dann, wenn er ausländisch thesauriert.

Bei ausländischen Emittenten drohen doppelte Steuern

Wenn ein Exchange Traded Funds als thesaurierend ausgewiesen ist, werden sämtliche Erträge direkt wieder in das Fondsvermögen investiert. Obgleich der Anleger keine Zahlungen erhält, muss er auf die reinvestierten Erträge Abgaben im Rahmen des Zuflussprinzips entrichten. Der ETF eines deutschen Emittenten führt diese Steuerschuld automatisch am Ende des Geschäftsjahres ab. Bei Papieren mit ausländischem Ausgeber muss der Eigner die Erträge selbst in seiner Erklärung (Anlage KAP) aufführen. Doppelbesteuerung droht bei einem ausländischen ETF dann, wenn er zum Verkauf kommt, allerdings kann der Anleger über seine Steuererklärung die zu viel gezahlten Steuern wieder zurückholen.

Auf die Besteuerungsgrundlagen achten

Anleger können sich im Bundesanzeiger zu den Besteuerungsgrundlagen bei ihrem favorisierten ETF informieren. Sie erfahren dort unter anderem, ob Erträge erzielt werden auf die Steuern zu entrichten sind. Die Doppelbesteuerung lässt sich in den meisten Fällen durch einen Blick auf die entsprechende Wertpapierkennnummer vermeiden, wenn diese die Abkürzung DE enthält.

Anleger müssen sich darüber im Klaren sein, dass es bei einem ETF jederzeit zu einer Änderung seitens der Fondsstruktur und der Ertragsverwendung kommen kann. Steuern sollten nicht als Bewertungsgrundlage für die Auswahl dienen, an erster Stelle steht vielmehr die Erfolgsaussicht. Ist diese Aussicht überzeugend, entschädigt sie für einen eventuellen Mehraufwand bei der Steuererklärung.

0951 208 77 11

Rufen Sie mich an oder klicken Sie auf meine Kontaktseite

Braun HonorarberatungaufGoogle+ Beraterkodex