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Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

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Lebensversicherung: Das Desaster

27. Februar 2015Verbraucher, die vor vielen Jahren eine Lebensversicherung abgeschlossen hatten, glaubten an üppige Renditen, die ihnen den Lebensabend versüßen sollten. Die meisten von ihnen erleben jetzt ein böses Erwachen, denn sie erhalten nicht einmal die eingezahlten Beträge retourniert.

Die Lebensversicherung - einst das beliebteste Instrument der Altersvorsorge

Die Deutschen schlossen diese Policen in den 80er-Jahren noch mit Begeisterung ab, denn die garantierten Zinsen waren hoch und sollten für ein ansehnliches Zubrot zur gesetzlichen Rente sorgen. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik etwa 93 Millionen Verträge, mehr als das Land an Einwohnern zählt. Wer damals eine kapitalbildende Lebensversicherung abgeschlossen hatte, kann sich in diesen Jahren oft auf das Vertragsende freuen. Doch aus freudigen Ereignissen wird derzeit zunehmend ein Desaster. Die Auszahlungen erreichen bei vielen Policen nicht einmal die Höhe der eingezahlten Beiträge. Warum das so ist, soll nachfolgend in einfachen Worten erklärt werden.

Die Lebensversicherung - oft eine herbe Enttäuschung

In den 80ern und 90ern herrschte auch bei den Anbietern noch nicht die Transparenz vor, wie sie in der Gegenwart durch strenge Regulierungen erreicht wird. Die Versicherungen konnten ihren Kunden erzählen, was immer sie wollten, nur die allerwenigsten hatten ansatzweise Ahnung von der Materie. So wurden meist die hohen Garantiezinsen unterstrichen, dafür aber die enormen Kosten "vergessen". Dazu ein Beispiel:

- Ein Verbraucher schloss damals eine Lebensversicherung über 100.000 Mark ab und dachte an die versprochene Verzinsung von circa sieben Prozent.

- In der Realität wurden jedoch nur etwa 60 Prozent des eingezahlten Kapitals verzinst, der Rest ging für Provisionen und Verwaltungskosten drauf.

- Darüber hinaus wurden jedem Kunden zu seiner Lebensversicherung begleitende Produkte zur Absicherung verkauft, dadurch reduzierte sich der Zinsen abwerfende Betrag manchmal auf ein Drittel der ursprünglichen Versicherungssumme.

Kontrolle ist immer besser als Vertrauen

Im Nachhinein verweisen die Versicherer darauf, dass die Kunden die Verträge vor der Unterschrift hätten, durchlesen sollen, doch daran wurden sie oft von provisionsgesteuerten Vermittlern gehindert. "Ist alles in bester Ordnung", hieß es damals oft, das böse Erwachen kommt jetzt und wird durch die anhaltenden Niedrigzinsen richtig deutlich. Wer seine Lebensversicherung vorzeitig kündigt, kommt keinesfalls besser davon. Erstens werden die gesamten Vergütungen und Kosten von der eingezahlten Summe abgezogen, zweitens hängt oft der Schutz gegen Berufsunfähigkeit in der Luft. Einen Trost zum Schluss, zur Lebensversicherung gibt es mittlerweile attraktive Alternativen, fragen Sie dazu Ihren unabhängigen Finanzberater.

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