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Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

« Kosten fressen Rendite

Dachfonds, die Kostenfresser

5. März 2015Dachfonds werden seitens ihrer Performance von hohen Kosten gebremst, dies geht aus einer aktuellen Studie der Ratingagentur Morningstar hervor. Lediglich ein Prozent aller untersuchten Aktiendachfonds konnten 2014 den Weltindex MSCI World schlagen.

Dachfonds im direkten Vergleich

Die Ratingagentur untersuchte mehr als 350 Dachfonds, die in Aktien investierten, und kam im Bezug auf die Wertentwicklung 2014 zu einem überraschenden Ergebnis:

- Der MSCI World konnte seinen Wert um nahezu 20 Prozent steigern.

- Konventionelle Investmentfonds legten um gut 14 Prozent zu.

- Dachfonds hielten sich mit durchschnittlich knapp 12 Prozent zurück.

Die Betrachtung über einen Zeitraum von drei Jahren weicht nur unwesentlich von den oben ersichtlichen Resultaten ab. Die Studie zeigt, dass nur drei dieser Fonds in Bezug auf Rendite besser abschneiden als der MSCI World:

- Der Finama Aktions Internationales.

- Der FP Octubus International Equity.

- Der Overseas Equity I von Black Rock.

Diese drei Fonds übertrafen den Weltindex nicht allein durch bessere Performance, sie überzeugten auch mit vergleichsweise geringen Kosten, die Management-Gebühren lagen laut Morningstar unterhalb von 1,5 Prozent.

Kosten fressen die Renditen

Nach Auskunft der Ratingagentur sind die enormen Kosten für die unzureichende Performance zumindest teilweise verantwortlich. Mit einem durchschnittlichen Kostenfaktor von jährlich 2,4 Prozent sind sie wesentlich teurer als aktiv gemanagte Aktienfonds mit internationaler Ausrichtung. Bei diesen wurden die Durchschnittskosten mit etwa 1.6 Prozent angegeben. Anleger werden bei diesen Investment-Instrumenten mit Kosten auf mehreren Ebenen belastet, auf sie kommen nicht nur die Gebühren des Dachfonds an sich zu. Sie müssen auch die Kosten, der unter dem Dach befindlichen Zielfonds tragen.

Falsche Gewichtung mindert die Erträge

Morningstar sieht bei Dachfonds Ertragsdefizite, welche auf die Untergewichtung US-amerikanischer Aktienanteile zurückzuführen ist. Während herkömmliche Investmentfonds zu mehr als 42 Prozent in den Vereinigten Staaten investierten, beschränkten Dachfonds diesen Anteil 2014 auf nur 33 Prozent. Des Weiteren nutzen diese Fonds Sektoren mit Wachstum zu wenig, vor allem die Segmente Technologie und Gesundheit sind nach Ansicht der Ratingagentur bislang nur unzureichend berücksichtigt.

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