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« Aktiv oder passiv anlegen?

Geldanlage mit aktiven oder passiven Fonds?

18. März 2015Aktiv versus passiv - bei der Geldanlage sorgt dieses Thema immer wieder für kontroverse Debatten. Anleger können sich oft nicht für aktive Fonds entscheiden, weil die Kosten ausufern, die Renditen jedoch kaum noch Begeisterung auslösen.

Wodurch unterscheiden sich beide Varianten?

Aktiv gemanagte Fonds sind Geldanlagen, bei denen zur Verbesserung der Performance in das Wertpapierportfolio eingegriffen wird. Der Manager passt den Fonds durch Austausch einzelner Titel den aktuellen Bedingungen der Kapitalmärkte an. Was leicht klingt, ist an effizienten Märkten mit hohem Risiko verbunden, die Erfolgsquote der Fondsbetreuer ist entsprechen gering. Ein guter Fondsmanager will ständig besser als der Markt abschneiden, diese Anstrengung müssen Anleger teuer bezahlen.

Die passiv konzipierten Gegenstücke werden Indexfonds genannt, sie benötigen kein aktives Management, weil sie lediglich ihren Referenzindex nachzeichnen und dazu keine Veränderung des Wertpapierkorbs notwendig ist. Indexfonds werden deshalb als passiv klassifiziert, Aktivität ist nur einmal im Jahr erforderlich, wenn die Gewichtung wieder an die Ausgangswerte angepasst wird.

Aktiv und passiv in Bezug auf Kosten

Ein aktiv gemanagter Fonds ist vergleichsweise teuer, folgende Kosten müssen Anleger in jedem Fall einkalkulieren:

- Ausgabeaufschläge von mindestens 2,5 Prozent, viele Banken nehmen jedoch das Doppelte.

- Wenn der Wertpapierkorb oft verändert wird, führt dies zu hohen Transaktionskosten.

- Unabhängig von den Eingriffen sind Verwaltungsgebühren von etwa 1,5 Prozent fällig.

Wenn aktiv gemanagte Fonds entsprechende Renditen erwirtschaften würden, müssten die Kosten hier kaum erwähnt werden. Weil Stock-Picking mangels Insiderinformationen an den Märkten des 21. Jahrhunderts nahezu unmöglich ist, schneiden die Manager nur in Ausnahmefällen besser als passiv ausgerichtete Indexfonds ab. Passiv konzipierte Indexfonds überzeugen Anleger mit niedrigen Kosten:

- Keine Ausgabeaufschläge.

- Keine Transaktionsgebühren.

- Die Gesamtkostenquote (TER) liegt bei vielen ETF's deutlich unter einem Prozent.

Sicherheit und langer Anlagehorizont

Passiv ausgerichtete Fonds sind als Sondervermögen selbst bei Insolvenz des Ausgebers sicher. Aktiv gemanagte Fonds bieten diese Sicherheit nicht. Beide Varianten benötigen viel Zeit zur positiven Entwicklung. Doch ist die dazu nötige Geduld bei passiven Indexfonds sinnvoller investiert, da bei der aktiven Variante auf lange Sicht enorme Kosten die bescheidene Rendite aufzehren.

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