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Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

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Niedrigzinsen führen zur Umverteilung: Die Mittelschicht verliert

16. Juli 2015Die anhaltenden Niedrigzinsen führen zu einer Umverteilung, bei welcher die Mittelschicht einmal mehr als Verlierer hervorgeht. Den unteren Einkommensschichten können die niedrigen Zinsen wenig ausmachen, da hier meist kein Kapital vorhanden ist. Schuldner sind die einzigen Profiteure des niedrigen Zinsniveaus.

Fortdauernde Niedrigzinsen verunsichern die Verbraucher

Seit nunmehr sechs Jahren ärgern sich die Deutschen über die mickrige Verzinsung ihrer Bankeinlagen. Sie legen bevorzugt Kapital auf Tagesgeldkonten an und müssen sich derzeit mit durchschnittlich 0,41 Prozent zufriedengeben. Auf Sicherheit bedachte Anleger erzielen mit deutschen Staatsanleihen nach einer minimalen Steigerung gerade einmal 0,89 Prozent Rendite. Gute Zinsen sind von Niedrigzinsen aus allen Sektoren verdrängt worden und bieten nur noch Gesprächsstoff für ältere Leute.

Die konstant niedrigen Zinswerte führen, einer Studie des Ifo-Instituts folgend, bei den Sparern im Vergleich mit Zahlen aus 2007 zu jährlichen Einnahmeverlusten von etwa 65 Milliarden Euro.

Niedrigzinsen fördern die Umverteilung

Die von der Europäischen Zentralbank ins Leben gerufene Nullzinspolitik trifft in erster Linie Verbraucher mit großen Ersparnissen, denn ihnen entgehen im Vergleich zu früheren Zeiten enorme Zinsen. Gleichzeitig begünstigt sie Menschen mit hohen Schulden, weil diese zurzeit weniger Zinsen dafür aufbringen müssen. Die Reichen werden zwar auch durch Niedrigzinsen tangiert, allerdings erlauben große Vermögen und professionelle Beratung eher ein Ausweichen auf andere Anlageformen. Wer kein oder sehr wenig Geld hat, kann durch die niedrigen Zinsen weder gewinnen noch verlieren. Das trifft etwa auf 20 Prozent der Bevölkerung zu.

Die Mittelschicht ist der große Verlierer 

Verbraucher aus der Mittelschicht verfügen zwar über Rücklagen für Notfälle und wären auf eine ansprechende Verzinsung angewiesen. Sie haben jedoch meist nicht die Mittel, um angesichts der niedrigen Zinsen auf Aktien oder andere Anlageprodukte auszuweichen. Sie könnten ihre relativ bescheidenen Vermögen auch gar nicht langfristig binden, weil sie die Gelder mehrheitlich für unvorhersehbare Ereignisse benötigen. Die verfügbaren Summen der Mittelschicht generieren auf Tagesgeld- oder Girokonten keine oder nur dürftige Erträge, bei steigenden Inflationswerten verlieren die Besitzer aufgrund der Niedrigzinsen.

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