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Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

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Roboter in der Finanzberatung

28. Oktober 2015Roboter sollen zukünftig die Finanzberatung erobern und kostengünstiger gestalten, davon ist der Finanzprofessor und Ex-Musiker Christian Rieck überzeugt. Er hat seine Theorie jedoch nicht mit dem Beweis erhärtet, dass Maschinen mit Geld besser umgehen können als Menschen.

Seit den 70ern ein Technikfreak

Professor Rieck hatte bereits eine Fabel für Technik, als er mit seiner Elektronikband Kraftwerk erfolgreich war. Verglichen mit den 70ern sind Roboter zwar wesentlich leistungsfähiger, werden zunehmend von Fintechs für innovative Finanzdienstleistungen genutzt, aber zur individuellen Finanzberatung eignen sie sich deswegen noch lange nicht.

Professor Rieck hat bisher nicht unter Beweis gestellt, dass Computer die besseren Geldverwalter sind, und spekuliert stattdessen über die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz.

Computer sind die besseren Rechner

Sie können Daten in für Menschen unerreichbarer Schnelligkeit verarbeiten und kapitulieren auch nicht vor riesigen Datenvolumen. Die Finanzberatung nutzt zunehmend Computer zur Verwaltung eines ständig größer werdenden Angebots an Finanzprodukten. Dass die Roboter jedoch eigenständige Beratungsarbeit leisten, ist aus derzeitiger Sicht reine Utopie.

Natürlich kommt es immer darauf an, welchen Bedarf die Verbraucher an Finanzprodukten haben. Alltägliche Wünsche wie eine Haftpflicht oder eine Kfz-Versicherung generieren keinen außergewöhnlichen Beratungsbedarf und können mit Standardlösungen versehen, von Maschinen im Internet vertrieben werden.

Komplexe Finanzberatung bleibt für Roboter tabu

Eine Maschine wird auch in absehbarer Zeit keinen u n a b h ä n g i g e n Finanzberater ersetzen können. Insbesondere dann, wenn die Beratung Sektoren wie langfristige Vermögensplanung oder die Altersvorsorge umfasst und auf individuelle Bedürfnisse abzielt. Es geht hierbei nicht um die Übermittlung von immer passenden Antworten auf Standardfragen, hier steht der Mandant im Mittelpunkt und verlangt auf ihn persönlich ausgerichtete Lösungen.

Roboter können Gefahr bedeuten

Sie werden von Menschen gebaut und konfiguriert, die damit in erster Linie eigene Ziele verfolgen. Es ist daher zweitrangig zu fragen, ob Algorithmen zuverlässigere Arbeit leisten als menschliche Berater. Viel wichtiger ist zu wissen, was die Initiatoren für Ziele fokussieren und ob sie beispielsweise der Transparenz im Segment Finanzberatung dienen.

F a z i t

Aus heutiger Sicht kann kein Roboter einen unabhängigen Finanzberater ersetzen, vor allem nicht, wenn es um ethische Werte und Sicherheit bei der Beratung geht. Wir sollten vielleicht wieder einmal den Zauberlehrling von Goethe lesen, in welchem gerufene Geister plötzlich nicht mehr zu vertreiben waren.

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