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Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

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Eine Zinsgarantie kostet Geld

14. Dezember 2015Jede Zinsgarantie kostet Geld, deshalb entscheiden sich immer mehr Anbieter der Lebensversicherung gegen jegliche Zinsversprechen. Die eingezahlten Beiträge sollen allerdings weiterhin garantiert sein, doch auch diese Garantien können nur unter großen Anstrengungen realisiert werden.

Warum die Zinsgarantie fallen musste

Das Niedrigzinsumfeld hat bei der Assekuranz das Bewusstsein wachsen lassen, dass Garantien immer mit enormen Kosten verbunden sind. Deshalb haben 2015 führende Versicherer die Zinsgarantie aus der Lebensversicherung genommen. Mittlerweile enthalten neue Policen lediglich eine Garantie bezüglich der eingezahlten Beiträge, denn ganz ohne Sicherheit ist die Kapital bildende Lebensversicherung nicht an die Verbraucher zu bringen.

Doch auch diese Garantie kann von den Anbietern nur unter großem Aufwand umgesetzt werden, denn mittlerweile fehlen einfach die Mittel. In Zeiten hoher Zinsen legten die Versicherer einen überschaubaren Teil der Beiträge speziell für die Zinsgarantie sicher an, vorzugsweise in Festverzinsliche. Der wesentlich größere Rest konnte am Markt beliebig zur Erwirtschaftung von Rendite eingesetzt werden. Bei sinkenden Zinsen funktioniert die Strategie immer weniger, denn zur Gewährleistung der Zinsversprechen muss ein zunehmend größerer Beitragsanteil in Anleihen investiert werden. Und die Anleihe-Renditen gleichen derzeit kaum die Inflation aus.

Zinsgarantie und garantierte Beiträge schränken die Versicherer erheblich ein

Die Anbieter sind durch die Versprechen zur Vorsicht gezwungen. Ein Teil der Kundeneinzahlungen wird daher nicht renditestark angelegt, sondern als Rücklage zur Abfederung eventueller Schwankungen auf dem Börsenparkett verwahrt. Der verbleibende Teil ist nicht umfangreich genug, um in Zeiten niedriger Zinsen mühelos ausreichende Erträge zu erwirtschaften.

Mittlerweile müssen die Versicherer 80 Prozent aller Beiträge für Garantien zurücklegen, bei der Einführung des Euros genügten noch 20 Prozent. Zudem investieren die Anbieter derzeit fast ausschließlich in Festverzinsliche und bei Anleihen gelten aktuell Renditen von einem Prozent als akzeptabel. Die Assekuranz muss neue Wege gehen. Die Versicherer wollen deswegen künftig riskanter investieren und die Kunden sollen den Löwenanteil des Risikos tragen.

Altersvorsorge geht auch ohne Assekuranz

Lebensversicherungen und Rentenpolicen sind aufgrund entfallener Zinsgarantie nicht mehr attraktiv. Die neuen Verträge übertragen dem Versicherten das volle Risiko, und er muss gleichzeitig einen Anteil der Rendite seinem Anbieter überlassen. Wer aber die Gefahr alleine meistert, sollte auch den Lohn für das eingegangene Risiko in vollem Umfang erhalten. Sparpläne auf ETF-Basis bieten für die Altersvorsorge lukrative Renditen bei vorbildlicher Transparenz und zudem zeitgemäße Flexibilität. Und über die erforderliche Anlegerdisziplin wacht idealerweise ein unabhängiger Finanzberater.

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