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Vererbung rechtzeitig planen

21. Dezember 2015Jeder, der etwas hinterlässt und eigene Vorstellungen davon hat, wer nach seinem Tod was genau bekommt, sollte die Vererbung rechtzeitig in Angriff nehmen. Der Beitrag stellt Punkte heraus, die das Vererben für alle Beteiligten einfacher machen.

Ein Testament gibt der Vererbung solides Fundament

Da die wenigsten Menschen gerne über den Tod nachdenken, hat das Testament bei Jüngeren nur untergeordneten Stellenwert. Anders die über 60-Jährigen, in dieser Altersgruppe haben mehr als 60 Prozent den Nachlass per Testament geregelt. Wichtig ist beim Letzten Willen nicht nur, dass Absichten schriftlich festgehalten werden, es kommt auch auf das Wo und wie an.

Die Vererbung aus der Sicht des Staates

Statt dem Testament gilt dann das Bürgerliche Gesetzbuch, denn das regelt die Erbfolge, wenn der Erblasser auf den Letzten Willen verzichtet hat. Damit werden automatisch engere Verwandte stärker begünstigt als eher entfernte Angehörige und Freunde vom Nachlass weitgehend ausgeschlossen. Das Prinzip ist jedoch für moderne Menschen vollkommen unzureichend. Wechselnde Partnerschaften und Nachwuchs von unterschiedlichen Partnern erfordern die Verteilung der Erbmasse per Testament.

Die Aufteilung des Erbes nach dem BGB

Die Erbfolge weist dem zurückgebliebenen Lebenspartner in der Regel die Hälfte des Nachlasses zu, die andere Hälfte wird auf die Kinder verteilt. Ausnahme Gütertrennung: Hier wird das Erbe zu gleichen Teilen auf alle direkten Hinterbliebenen aufgeteilt.

Das Testament erlaubt die individuelle Vererbung

Der große Vorteil ist, dass der Nachlass nach eigenem Ermessen an die Lieben weitergegeben werden kann, da die gesetzliche Erbfolge nicht greift. Das Dokument sollte von einem Notar verfasst sein, weil es in Bezug auf Gültigkeit auf die richtigen Formulierungen ankommt. Das öffentliche Testament kostet zwar Gebühren, dafür reduziert es die Gefahr von Erbstreitereien erheblich. Allerdings können nahestehende Familienangehörige nur selten von der Vererbung ausgeschlossen werden. Bestimmte Gegenstände lassen sich einfacher als Vermächtnis weitergeben, wobei ein rechtlicher Unterschied zwischen Vererben und Vermachen besteht.

Jede Vererbung zieht Steuerforderungen nach sich

Steuern werden allerdings nur fällig, wenn das Erbe bestimmte Freibeträge übersteigt. Und die liegen beispielsweise beim Ehepartner bei einer halben Million. Kinder werden erst oberhalb von 400.000 Euro steuerpflichtig. Zu allen Freibeträgen addieren sich unterschiedliche hohe Versorgungsfreibeträge.

Es gilt also, unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen und den Letzten Willen korrekt sowie beizeiten aufzusetzen.

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