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Durchsichtig machen: Quantified Self

12. Februar 2016Quantified Self heißt sinngemäß übersetzt, das eigene Ich in Zahlen darzustellen. Wer diesem Trend folgt, möchte sich optimieren und entweder fitter, ausgeruhter oder schlanker erscheinen. Die Daten faszinieren Sportwissenschaftler ebenso wie die User, obgleich beide Gruppen sie nicht lesen können.

Die Quantified-Self-Bewegung gewinnt immer mehr Anhänger

Einer aktuellen Umfrage entsprechend verwenden rund 40 Prozent der Bundesbürger Smartphones mit Apps zur Selbstvermessung. Andere nutzen Fitnessarmbänder oder warten auf die neue Apple Watch. Die Messgeräte berechnen den Kalorienverbrauch, überwachen den Schlaf oder treiben zu sportlicher Betätigung an. Die Nutzer verfolgen damit verschiedene Ziele. Sie wollen sich besser als der Hausarzt verstehen, gesünder leben und aktiver sein.

Unmengen an Daten mit unbekannter Relevanz

Aus der Sicht renommierter Sportwissenschaftler ist das umfangreiche Datensammeln meist ohne tieferen Sinn, da wir die Bedeutungen der Zahlen nicht kennen. Als zentrales Problem stellt sich nicht die Technik dar, sondern der menschliche Körper. Aus wissenschaftlicher Perspektive sind der Mensch und seine individuellen Reaktionen noch weitgehend unbekannt. Was wir mithilfe von Quantified-Self-Gadgets sehen, sind zwar konkrete Ergebnisse in Zahlen, deren Ursachen jedoch weiterhin Rätsel aufwerfen. Dementsprechend bürgt messbare Laufbewegung keinesfalls zwingend für Gesundheit, die festgehaltene Schrittzahl sagt nichts über die Intensität oder den direkten Einfluss auf den Körper aus.

Quantified-Self-Werkzeuge messen bislang ausschließlich das Verhalten

Viele Nutzer lassen sich durch die Geräte zu Höchstleistungen antreiben. Sie generieren zwar perfekte Zahlen, jedoch überfordern sie damit oft ihren Körper. Wer ständig nach neuen sportlichen Spitzenleistungen strebt, lebt trotz der Aktivität nicht zwangsläufig gesund. Und Gesundheit lässt sich unmöglich mit Algorithmen erfassen, es sei denn, sie wird auf spezifische psychologische Funktionen reduziert. Viele Apps halten sich bisher allein an das Messbare und stellen Sport mit Leistung gleich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Quantified-Self-Bewegung weltweit mithilfe von Fitnessapps umfangreiche Daten sammelt, die aussagekräftige Informationen beinhalten. Sobald die Wissenschaft die letzten Geheimnisse des menschlichen Körpers ergründet hat, wird aus den gesammelten Daten eine verständliche Sprache.

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