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Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

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Kann die Deutsche Bank sinken?

24. Februar 2016Die Deutsche Bank ist das größte Institut der Republik, dessen Zusammenbruch bislang als undenkbar galt. Doch gleicht die Bank derzeit berühmten Schiffen, die als unsinkbar galten und trotzdem in den Fluten verschwanden.

Die Deutsche Bank in Schwierigkeiten?

Aus Sicht der Wirtschaft wäre der Untergang der Deutschen Bank ein Super-GAU, der zahllose Sparer und Unternehmen in Mitleidenschaft ziehen würde. Eine Bank mit dem fünffachen Bilanzvolumen des Bundeshaushaltes wird an den Finanzmärkten ständig fokussiert, bereits Gerüchte über eine eventuelle Schieflage würden in Anlegernervosität resultieren. Die Regierung verdrängt das Problem derzeit offiziell, weil sie nicht Anlass zu Spekulationen geben will, insgeheim befasst sie sich jedoch mit den Fakten.

Der Wendepunkt

Deutsche never fails, hieß es bis zur letzten Woche an den Finanzmärkten, dass die Deutsche Bank pleitegehen würde, galt als ebenso unwahrscheinlich wie ein Bankrott der Bundesrepublik. Doch dann fiel die Aktie um zehn Prozent und die Öffentlichkeit diskutierte, ob das Institut die Zinsen einiger Anleihen bezahlen könne.

Bankchef Cryan versicherte daraufhin den Anlegern die Solidität seines Hauses und demonstrierte mit einem Anleiherückkauf in Höhe von fünf Milliarden Euro vorhandenes Potenzial. Das bindet zwar Liquidität in großem Umfang, aber es beruhigt die Anleger ebenso wie der Vertrauensbeweis des Bundesfinanzministers.

Dass die Deutsche Bank unmittelbar Gefahren ausgesetzt ist, wird weder in Berlin noch in Frankfurt angenommen. Sie hat riskante Aktivitäten weitgehend eingestellt und sitzt auf einem Polster von 215 Milliarden Euro. Das Institut sieht sich zudem einer gezielten Panikmache ausgesetzt, denn auch andere Banken hätten Probleme, ohne jedoch deswegen im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen.

Keine staatliche Bankenrettung mehr

Allen Beteiligten ist klar, dass die Deutsche Bank nicht das Vertrauen der Investoren verspielen darf, andernfalls steht ihre Existenz auf dem Spiel. Eine staatliche Rettungsaktion wie seinerzeit bei der Commerzbank ist heute so nicht mehr denkbar. Die europäische Richtlinie erlaubt staatliche Stützung nur in Ausnahmefällen und bezieht in jedem Fall die Mithilfe großer Kunden, Gläubigern und Geschäftspartnern ein. Etwa 130 Milliarden Euro müssten diese aufbringen, bevor der Staat der Deutschen Bank weiterhelfen könnte.

Sollte das Institut wirklich auf Staatshilfe angewiesen sein und diese unbürokratisch erhalten, hätte Finanzminister Schäuble ein anderes Problem. Er müsste gegen eine Richtlinie verstoßen, die er selbst und gegen den Widerstand seiner Kollegen eingeführt hat.

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