Blog

Aktuelle Artikel von Reiner Braun.

« Der M-Dax, klein und fein

Steuererhöhung vereinbart: Abgeltungssteuer fällt

17. Mai 2016Die Regierung plant für Kapitalerträge eine Steuererhöhung, bei deren Inkrafttreten die Abgeltungssteuer wegfällt. Obgleich vieles für die Pauschale spricht, werden Sparern finanzielle Mehrbelastungen und kompliziertere Steuererklärungen zugemutet. Dabei ist die praktische Regel gerade erst sieben Jahre alt.

Warum die Abgeltungssteuer abgeschafft wird

Sieben Jahre nach Einführung der Pauschalabgabe hat die Regierung eine Steuererhöhung auf Kapitalgewinne im Fokus, welche die vermeintliche Ungleichheit unter den Steuerzahlern beseitigen soll. Gewinne aus Kapitalanlagen sollen künftig wie andere Einkommensarten besteuert werden. Was sich zunächst plausibel anhört, bringt für die Volkswirtschaft und vor allem für Vorsorgesparer nachteilige Konsequenzen mit sich. Die Abschaffung der 25-Prozent-Regel bürdet allen Sparern enorme Mehrkosten auf.

Ein effizientes Instrument gegen Kapitalflucht

Peer Steinbrück setzte die Abgeltungssteuer mit dem bekannten Argument durch, dass 25 Prozent von X besser als 45 Prozent auf nichts seien. Er wollte damit verhindern, dass deutsche Steuerpflichtige ihre Gelder im Ausland anlegen. Die Pauschalabgeltung erscheint angesichts des fortschreitenden Datenaustauschs unter den Nationen sinnlos, spätestens 2018 ist der Weg für Steuererhöhungen frei. Dabei vergessen die Politiker, dass die Quellensteuer wesentlich zur Vereinfachung der steuerlichen Veranlagung beiträgt, denn sie wird von den Banken direkt ans Finanzamt weitergeleitet. Sobald die Abschaffung erfolgt ist, kommt auf die Steuerzahler umfangreicher bürokratischer Aufwand zu.

Kein Steuersparmodell

Die Abgeltungssteuer brachte eine wesentliche Vereinfachung: Kein Steuerpflichtiger musste aufgrund von Dividenden oder Zinsen beim Finanzamt eine Einkommenssteuererklärung einreichen. Der Bund der Steuerzahler verweist zudem auf die falsche Bewertung der Pauschalabgabe, sie ist und war niemals ein Steuersparmodell und bringt keine Vorteile bei Dividendenpapieren. Die pauschale Abgeltung hat hingegen Anlegern einige Privilegien genommen. Darunter fallen die steuerfreien Kursgewinne bei Aktien nach einem Jahr Haltezeit und der vorher mögliche Abzug von Werbekosten.

Mehrbelastung für alle

Die Abschaffung der Abgeltungssteuer kommt einer Steuererhöhung für alle Sparer gleich. Ein Bürger mit 80.000 Euro Jahresgehalt und Jahreskapitaleinkünften von 10.000 Euro muss dann 770 Euro pro anno mehr bezahlen. Das Regierungsargument der dringenden Investitionen ins Bildungssystem kann so nicht akzeptiert werden, da die Pauschalsteuer zuletzt mehr als acht Milliarden in die Finanzkassen spülte.

0951 208 77 11

Rufen Sie mich an oder klicken Sie auf meine Kontaktseite

Braun HonorarberatungaufGoogle+ Beraterkodex