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Haben wir eine Immobilienblase?

19. Juni 2016Die Frage, ob Deutschland bereits von einer Immobilienblase erfasst wird, teilt die Experten in zwei Lager. Die Befürworter argumentieren mit einem bereits überschrittenen Grenzwert, für die Verneiner bleibt hingegen ein wichtiger Aspekt unerfüllt.

Die BIZ hält eine Immobilienblase für gegeben

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich zählt zu denen, die den aktuellen Baurausch, welcher von rapide steigenden Preisen begleitet wird, als Gefahr für die Stabilität Deutschlands interpretieren. Für die Institution ist der Preisanstieg weniger problematisch, als die Geschwindigkeit der Entwicklung. Erstmals liegt die Preisentwicklung in Deutschland mit 10.6 Prozent über der BIZ-Toleranzschwelle, daher spricht das Institut von einem Immobilienmarkt, dem eine Blase droht.

Immobilienpreissteigerungen überholen Gehaltserhöhungen

Die Gehälter hinken den Immobilienpreisen immer mehr hinterher, das erkennen Interessenten beispielsweise in München sehr deutlich. Vor sechs Jahren war eine 100-Quadratmeterwohnung noch mit neun Jahreseinkommen zu bezahlen, mittlerweile verschlingt die gleiche Wohnung bereits 15 Jahresgehälter. Deutschlandweit sind die Immobilienpreise allein im letzten Jahr um sieben Prozent gestiegen, doch genügt das, um von einer Immobilienblase zu sprechen?

Warum es bei uns keine Immobilienblase geben dürfte

Die Blasenverneiner argumentieren mit einem Faktor, der die Immobilienkrise 2007 in den Vereinigten Staaten ins Rollen gebracht hat: die hohe Ausfallquote bei Immobilienkrediten. In der Tat waren viele amerikanische Wohnimmobilien mit wackligen Krediten unterlegt und die gelten heute als der Krisenauslöser. Bei uns dürfte nach Ansicht einiger Fachleute ein derartiges Szenario ausbleiben. Einerseits sind hierzulande die Immobilienkredite perfekt abgesichert und andererseits steigen die Eigenkapitalanteile zunehmend.

Dass bei nachlassender Konjunktur das Interesse an Immobilien fällt und damit zu niedrigeren Preisen führt, wird von den Verneinern eher als gesunder Selbstreinigungsprozess angesehen.

Die Ängstlichen unter den Experten rufen einmal mehr nach staatlicher Regulierung, wobei sie jedoch keine Beweise für eine drohende oder gar platzende Immobilienblase erbringen können. Doch ohne gesicherte Beweislage kann es nur falsche Diagnosen geben, die in jedem Szenario zu sinnlos hohen Behandlungskosten führen würden.

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