Der kleine aber feine Unterschied: Vermittler oder Berater

Finanzberatung

Bankberater, Vermögensberater, Versicherungsvertreter und ähnliche Berufsbezeichnungen bieten i.d.R. kostenlose Beratungen an. Das jedenfalls ist gängige Meinung.

Von Gesetzes wegen darf sich nur der Honorar-Finanzanlagenberater nach §34h GewO als BERATER bezeichnen. Alle anderen Akteure im Anlagenbereich sind VERMITTLER nach §34f GewO. Hier hat es neben den Medien auch der Gesetzgeber versäumt, die Verbraucher ausführlich über die Unterschiede zu informieren. 

Nachfolgend ein Versuch:

Während der Honorar-Finanzanlagenberater nach §34h GewO aufsichtrechtlich gezwungen ist, sich seine Dienstleistung ausschließlich durch den Auftraggeber vergüten zu lassen, können Finanzanlagenvermittler sowohl Provisionen vereinnahmen als auch ein Honorar vereinbaren.

Im Gegensatz zum Honorar-Finanzanlagenberater ist der Finanzanlagenvermittler dadurch nicht nur unweigerlich Interessenkonflikte ausgesetzt, er muss seit 2018 für Zuwendungen in Form von Bestandsprovisionen dem Anleger eine qualitätsverbessernde Dienstleistung anbieten. Einmal jährlich muss der Finanzanlagenvermittler seinem Kunden einen Nachweis über die Höhe der erhaltenen Vergütungen aushändigen.

Der Honorar-Finanzanlagenberater wird ausschließlich vom Auftraggeber vergütet, nimmt per Gesetz keine Bestandsprovision und ist frei von jeglichen Interessenkonflikten.

Anleger sollten ihre Rechte kennen!