Die Vorzeichen vom Zinssatz ändern sich

Altersvorsorge Ethik und Werte

Deutsche Geldinstitute boten jahrzehntelang einen attraktiven Zins und somit einen Anreiz für den Sparer, sein Geld dort anzulegen. Für deutsche Sparer war es jahrzehntelang „normal“, Geld zu ihrer Bank zu bringen, um dort völlig risikolos einen Zinssatz mit positiven Vorzeichen zu erhalten.

Der Zins mit positiven Vorzeichen ist mehr oder weniger Geschichte!                      

Die Vorzeichen stehen schlecht und drehen von positiv (plus) auf negativ (minus)!

Wie konnte es so weit kommen?                                                                                            

Die globale Weltwirtschaft gerät ins Stocken, die Wachstumsprognosen werden zurück genommen, Politiker sprechen offen von Rezession und die Notenbanken signalisieren keine Rückkehr zum positiven Zins, weil viele Staaten hoch verschuldet sind.

Banken erleiden aufgrund der Niedrigzinspolitik der Notenbanken, wie EZB und FED, eine Ertragserosion und sind gezwungen, neue Einnahme-Quellen zu erfinden. Das ist bereits mit dem sog.  „Verwahrentgelt“ gelungen. Immer mehr Banken und Sparkassen führen ein sogenanntes „Verwahrentgelt“ für hohe Einlagen ein.

Für den Sparer dreht dadurch das Vorzeichen des Zinses von positiv (plus) bzw. neutral (null) auf negativ (minus).  

Seit dem EZB-Beschluss vom 12.09.2019, den Einlagensatz von minus 0,4 Prozent auf minus 0,5 Prozent für kurzfristiges parken der überschüssigen Liquidität von Banken zu erhöhen, reichen Banken den negativ-Zins an ihre Kunden weiter.

Mittlerweile haben etliche Privat-Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen ihr Verwahrentgelt für vermögende Privatkunden auf 0,5 Prozent erhöht.

 

 

Unabhängige Finanzberatung, frei von Verkaufsinteressen, kann als Zweit-Meinung eine wertvolle Hilfestellung sein, die sich auszahlt.