Unabhängigkeit in Anlageempfehlungen

Altersvorsorge Finanzberatung Finanzplanung

Wenn Anleger in Unabhängigkeit gegebene Investmentempfehlungen berücksichtigen, ist ihre Geldanlage von wesentlich mehr Erfolg gekrönt. Leider ist dieser Aspekt in Anlegerkreisen bislang weitgehend unbekannt. Immer noch dominieren Geiz und scheinbar kostenlose Bankberatung.

Mit Unabhängigkeit hat das nichts zu tun

Viele Verbraucher vertrauen auch in der Gegenwart auf die vermeintlich kostenfreie Bankberatung, obwohl sich gerade dort erhebliche Interessenskonflikte zeigen. Der klassische Bankberater nimmt sich kaum die Zeit, um nach Risikoverständnis oder Anlageziel seines Gegenübers zu fragen. Er hat seine Provision im Fokus, welche sobald fällig wird, wenn der Kunde die von ihm beworbenen hauseigenen Anlageprodukte kauft. Ob die Geldanlage bedarfsgerecht erscheint, fällt in der Regel unter den Tisch. Selbst wenn der Bankberater kundenfreundlich agieren wollte, wird ihm dies von seiner Bindung an den Arbeitgeber verboten.

Die Alternative heißt Honorarberatung

Der Honorarberater nutzt seine Unabhängigkeit zu ehrlichen Empfehlungen, die nicht von Provisionen und Interessenkonflikten belastet sind. Für Berater, die gegen Honorar tätig sind, ist die Annahme von Provisionen ein absolutes Tabu. Sie werden ausschließlich für ihre Beratungsleistung bezahlt und verwenden, falls notwendig, bei allen Anlageprodukten mittlerweile erhältliche Nettoverträge. Diese sind provisionsbereinigt und für Anleger daher wesentlich günstiger.

Sparen durch unabhängige Beratung

In der Regel führt die Unabhängigkeit des Beraters letztendlich zu größeren Einsparungen, denn das Beratungshonorar erreicht so gut wie nie die Höhe der normalerweise fälligen Provisionsvergütungen. Dazu ein Beispiel:

  • Der Abschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung kostet auf traditionelle Art pro 100.000 Euro Versicherungssumme mindestens 3.000 Euro Provision.
  • Die Beratung eines unabhängigen Finanzanlagenberaters schlägt pro Stunde mit etwa 150 Euro zu Buche.

In der Praxis benötigt der unabhängige Experte für die Beratung und Vermittlung ca. 5 Stunden. Er wird dabei, im Gegensatz zu einem abhängigen Berater, situationsbedingt nicht zum Abschluss raten und Alternativen aufzeigen. Entweder der Mandant ignoriert den Ratschlag und spart beim Vertragsabschluss zumindest einige Tausend Euro. Oder er folgt seinem Berater und verzichtet auf ein Altersvorsorgeinstrument, welches seine besten Tage längst hinter sich hat.

Fazit

Die Unabhängigkeit des Beraters zahlt sich für Anleger immer aus. Entweder sie verhilft zu kostengünstigen Abschlüssen oder sie bewahrt vor schwerwiegenden Fehlern bei der Geldanlage.